29. Bonner Töpfermarkt 2026
Junge Keramik trifft Handwerkstradition
50 Keramikateliers verwandeln den Bonner Münsterplatz am 13. und 14. Juni 2026 in eine Bühne für zeitgenössische Keramik – mit frischen Trends, bewährter Handwerkskunst und einem Mitmachzelt für alle, die selbst mit Ton arbeiten möchten.
Am zweiten Juniwochenende wird der Münsterplatz erneut zum Treffpunkt für Keramikliebhaberinnen und -liebhaber: Der 29. Bonner Töpfermarkt versammelt 50 von der Keramikerinnung Nordrhein ausgewählte Ateliers aus dem In- und Ausland. Im historischen Herz der Stadt entfaltet sich ein farbenfrohes Panorama aus Geschirr für Alltag und Festtafel, Schmuck, künstlerischen Objekten, Pflanzgefäßen, Windspielen, Zimmerbrunnen, Gartendekoration und vielem mehr. Beim Schlendern von Stand zu Stand lassen sich neue Lieblingsstücke entdecken, auch für Keramiksammler.
Junge Handschriften und frische Trends
In diesem Jahr bereichern wieder einige junge Aussteller den Markt mit neuen Impulsen, wie Kerstin Ruschel aus Trier. Mit ihrem Label Maarpottery zeigt sie handgedrehtes Steinzeug für den täglichen Gebrauch – von trendigen Tassen und Tellern bis zu Blumentöpfen und Vogelfutterhäuschen. Das junge Töpferpaar von yutu-Keramik, Jan Haas und Peipei Guo, verarbeitet hochgebranntes Steinzeug mit eigenen Glasuren und Schlicker- und Ritzdekoren zu Geschirr, Fliesen und Amphoren. Ihre klaren Formen und lebendigen Oberflächen stehen exemplarisch für neue Designs in der Keramik, wie auch bei der in den Niederlanden ansässigen Keramikerin Marine Feuillerat, deren Becher-, Tassen- und Tellerglasuren wie Landschaften oder abstrakte Bilder anmuten.
Tradition, Technik und Feuer
Einzelstücke mit aufwändigen und komplexen Kristallglasuren, deren Entstehungsgeschichte über 1.000 Jahre zurückreicht, zeigen zwei Aussteller aus Belgien: Emmanuelle Anselin und Panten-Keramik. Raku- und Rauchbrandtechnik sind die Leidenschaft von Ute und Arno Hastenteufel. Das Spiel mit Feuer und Rauch erzeugt feinste Oberflächenrisse, die auf den seidig glänzenden Glasuren ihrer Gefäße mäandern. Jedes Stück ist anders.
Hauchfein, elegant, langlebig – Porzellan
Auch für ein großes Porzellanangebot ist wieder gesorgt. Hauchfeines Geschirr, das mit der Schönheit des Unperfekten spielt, ist am Stand von Annette Wibral zu finden. Britta Teetzen präsentiert unter anderem elegante Lampenschirme, die jeden Wohnraum in ein warmes Licht tauchen und spülmaschinenfest sind.
Ein besonderes Highlight ist das Mitmachzelt: Hier können Kinder und Erwachsene selbst Hand anlegen, Ton formen und das Material unmittelbar erleben. So wird der Bonner Töpfermarkt nicht nur zur Ausstellung hochwertiger Keramik, sondern auch zu einem Ort der Begegnung, Inspiration und gelebter Handwerkstradition.
Samstag, 13. Juni, 11 – 18 Uhr
Sonntag, 14. Juni, 11 – 18 Uhr
Es grüßt das Organisationsteam Bonner Töpfermarkt.
Angela Weiffen, Ruth Kirsch, Veronika Dietz



Über den Bonner Töpfermarkt
Der Bonner Töpfermarkt wurde 1994 von der Keramikerinnung Nordrhein ins Leben gerufen. Die hochwertige Qualität der Arbeiten steht bei der Jury-Auswahl der Aussteller im Vordergrund. Mit dem Bonner Töpfermarkt präsentiert sich ein Handwerk mit langer regionaler Tradition. Aufgrund von Tonvorkommen von der Ahr bis in den Kottenforst und in den Niederungen am Rand der Eifel ließen sich im Landkreis Bonn vor zwei Jahrhunderten viele Töpfer nieder. Heute sind im Töpferhandwerk vor allem die Gestaltung und das Design der Arbeiten von besonderer Bedeutung.
Nachdem der Bonner Töpfermarkt u. a. pandemiebedingt einige Jahre ausfallen musste, wurde 2022 das silberne Marktjubiläum nachgefeiert. Keramikbegeisterte Bonner*innen waren aufgerufen, sich am Projekt „Beethoven in Ton“ zu beteiligen. Das fertige Großmosaik wurde 2024 am Rheinhotel Dreesen in Bad Godesberg installiert.

